Ich alte mich beim Kochen an keine Regeln. Ich vertraue meiner Fantasie.
(Akshay Kumar)
One Pot Curry in pink – nicht nur ein Mädchentraum!
Zugegeben: Ich steh drauf, wenn mein Essen bunt ist und schon beim Ansehen gute Laune macht. Dabei sind die Rezepte bei weitem nicht so komplex oder kompliziert, wie es die Fotos manchmal vermuten lassen. Im Gegenteil empfinde ich meine Küche eigentlich als ziemlich unkompliziert und zeitsparend. Die meisten meiner Gerichte sind schließlich One Pot – Rezepte, bei denen alles in einem Topf landet. Und ratz fatz zubereitet sind sie auch. Schließlich habe ich neben meinem Vollzeitjob, einem Fernstudium und diesem Blog auch noch ein wunderbares Ehe- und Sozialleben. Gerade unter der Woche MUSS es da oft schnell gehen…
Die besten Ideen kommen mir dabei direkt beim Kochen. Die abgefahrensten Kombinationen entspringen oft einer spontanen Eingebung. Und die Rezepte, die du hier auf meinem Blog findest, sind das Ergebnis von ein wenig Tüftelei und Perfektionierung – aber immer auf der Basis meiner echten „Hausfrauenküche“.
Warum ist das Curry pink?
So geschehen auch mit meinem heißgeliebten Pink Curry – das eher aus Zufall entstanden ist aber seit dem regelmäßig bei uns auf den Tisch kommt. Die pinke Farbe kommt dabei zustande, weil die lila Möhren beim Garen ihre Farbe an die Kokosmilch abgeben. Geschmacklich tut es der Sache übrigens keinen Abbruch, wenn du statt lila Möhren unsere „normalen“ Möhren nutzt (schau dir auch mal mein Rezept für Purple Carrot Cake an). Dazu kommt noch das Yamswurzel-Pulver, das auch ein wenig einfärbt. In erster Linie dickt es das Curry aber an. Das heißt, du könntest auch Mais- oder Kartoffelstärke nutzen.
Die Zubereitung
Vorbereitung ist alles: Zuerst hackst du Knoblauch und Ingwer und schneidest die Schalotte in Streifen. Die Süßkartoffeln müssen geschält und gewürfelt werden, während du die Möhren in Ringe schneiden kannst. Wenn du getrocknete Drachenfrucht zur Hand hast, kannst du diese in mundgerechte Stücke teilen. Den Pakchoi trennst du in seine einzelnen Blätter, wäschst diese schneidest sie dann (je nach Größe) in Streifen.

Dann kann es auch schon losgehen: Sesamöl im Wok erhitzen und Zwiebelstreifen darin anbraten. Sobald die Schalotte glasig wird, kannst du Ingwer und Knoblauch dazu geben und Chili, Curry und Bockshornklee untermischen. Verteile die Gewürze gleichmäßig und drehe den Herd etwas herunter.

Nun kannst du die Süßkartoffelwürfel und Möhrenringe kurz mit anbraten.


Wenn du getrocknete Drachenfrucht zu Haus hattest, kannst auch diese nun mit in den Wok geben Dann mit Kokosmilch und Gemüsebrühe aufgießen.. Rühre das Yamswurzelpulver (oder die Hälfte an Mais- oder Kartoffelstärke) ein und lasse alles ca. 15 Minuten einkochen.
Nach 10 Minuten kannst du die Pakchoistreifen zugeben und für die restlichen 5 Minuten mitgaren. So wird der Kohl zwar gar, bleibt aber immer noch leicht bissfest.

Final mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Reis servieren.

So gesund ist das Rezept für Pink Curry
Knoblauch, Ingwer, Zwiebel und Chili bilden (wie so oft in meiner Küche) die Grundlage zur Stärkung deines Immunsystems und deiner Abwehrkräfte. Ihre antibakterielle und antioxidative Wirkung kann nicht nur rheumatische Beschwerden lindern, sondern sich auch positiv auf deinen Cholesterin- und Blutzuckerspiegel auswirken. Auch die Süßkartoffel (egal ob lila oder nicht), wirkt sich zellschützend aus und kann Dank Vitamin C und Zink dein Immunsystem pushen. Sie ist außerdem eine ziemlich sichere Bank für unseren Big Player Vitamin E und damit nachweißlich einer der Top Radikalfänger. Ihre Ballaststoffe machen dann auch noch richtig lange satt und haben einen positiven Effekt auf deine Darmflora.
Während die Kokosmilch dich mit reichlich pflanzlichen Fettsäuren versorgt und dank ihres Eisengehalts deine Blutbildung anregt, liefert sie dir auch noch sämtliche B-Vitamine (Ausnahme: B12). Die Yamswurzel gilt in ihren Herkunftsländern zudem als Heilpflanze und soll rheumatische Beschwerden lindern können. Auch wenn das wissenschaftlich nicht belegt ist, stimmt mir bestimmt jeder Rheumatiker zu, dass es zumindest nicht schaden kann, Yamswurzelpulver hin und wieder in die Ernährung einzubauen.
One Pot Pink Curry
Kochutensilien
- Wok
Zutaten
- 2 Stk Lila Süßkartoffeln (klein) Alternativ: "normale" Süßkartoffeln
- 2 Stk Lila Möhren Alternativ: "normale" Möhren
- 1 Zehe Knoblauch
- 1 Stk Schalotte
- 2 cm Ingwer
- 2 EL Yamswurzel Alternativ: Mais- oder Kartoffelstärke
- 1 Dose Kokosmilch
- 100 ml Gemüsebrühe
- 1 Stk Pakchoi (groß)
- 1 TL Bockshornklee (Pulver)
- 1 TL Chiliflocken
- 2 EL Curry
- 1 EL Sesamöl
- Salz und Pfeffer
- getrocknete Drachenfrucht Nur wenn zur Hand
Anleitungen
- Knoblauch und Ingwer hacken, Schalotte in Streifen schneiden. Die Süßkartoffeln schälen und würfeln. Möhren in Ringe, getrocknete Drachenfrucht (wenn zur Hand) in mundgerechte Stücke schneiden. Pakchoi in seine einzelnen Blätter trennen, waschen und (je nach Größe) in Streifen schneiden.
- Sesamöl im Wok erhitzen und Zwiebelstreifen darin anbraten. Sobald die Schalotte glasig wird, Ingwer und Knoblauch dazu geben und Chili, Curry und Bockshornklee untermischen. Gewürze gleichmäßig verteilen und den Herd etwas herunter drehen.
- Süßkartoffelwürfel, Möhrenringe und eine Handvoll zerkleinerte Drachenfrucht kurz mit anbraten. Dann mit Kokosmilch und Gemüsebrühe aufgießen. Yamswurzelpulver einrühren und alles ca. 15 Minuten einkochen lassen.
- Nach 10 Minuten Packchoistreifen dazugeben und für die verbleibenden 5 Minuten mitgaren.
- Final mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Reis servieren.
Notizen
- Damit es extra schnell geht, friere ich meinen gekochten Reis oft ein. Dazu lasse ich den gegarten Reis auskühlen und gebe ihn in zum Einfrieren in Eiswürfelbehälter. So ist immer gegarter Reis im Haus, der blitzschnell aufgetaut – und außerdem auch super easy zu portionieren ist.
Lass dir das One Pot Pink Curry schmecken und bleib gesund, deine








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