Selber kochen und selber denken, statt TV-Fastfood vom Gedankenautomaten.
(Alfred Selacher)
Reisnudel Curry als gesundes Fast Food
Neulich hatte ich mit einem Kollegen die Rede davon, dass er abends oft keine Lust mehr hat, noch aufwändig zu kochen. Wenn er sich dann ansehen würde, was ich da immer zaubern würde… Begleitet wurde die Unterhaltung von im Wechsel hängenden und zuckenden Schultern. Und einem auf der einen Seite positiven Feedback für meine Küche – und einem „Ich kann halt auch nicht so kochen wie du“-Statement auf der anderen.
Lass mich dir das Gleiche sagen, wie meinem Kollegen: Wenn ich abends nach Hause komme, habe ich auch keine Lust mehr, noch stundenlang vorm Herd zu stehen. Und im Anschluss auch noch 2 Stunden den Abwasch zu machen. Daher sind alle meine Rezepte darauf ausgelegt, dass sie schnell und einfach zubereitet sind. Die Betonung liegt auf schnell und einfach! Genauso, wie dieses Reisnudel Curry: Fast Food muss kein Junk Food sein!
Einfach mal machen!
Natürlich muss man die entsprechenden Zutaten im Haus haben. Aber selbst das trifft nicht ganz zu. Denn ich möchte dich einladen, einfach mal ein wenig herum zu experimentieren und meine Rezepte als Inspiration zu nutzen. Du hast keinen Pak Choi zu Hause? Dann verwende doch den Blattspinat aus dem Tiefkühlfach oder den Brokkoli, der ganz hinten im Kühlschrank schon länger auf seinen Einsatz wartet. Du wärst überrascht, wie einfach es ist, abwechslungsreich und gesund zu kochen. Trau dich also – und ran an den Herd!
Die Zubereitung
Als erstes setzt du Wasser auf und lässt die Reisnudeln nach Packungsanweisung darin gar ziehen.
Das Reisnudel Curry selbst startet dann wie so oft mit dem anbraten der Heiligen Dreifaltigkeit aus Zwiebel, Ingwer und Knoblauch. Vorher verarbeitest du die Zwiebel noch zu Zwiebelringen und hackst Knoblauch und Ingwer ganz fein. Alternativ kannst du übrigens die letzten beiden Kameraden auch ganz easy durch die Knoblauchpresse jagen. Klappt wunderbar und ist deutlich weniger Schnibbelarbeit.
Erhitze also etwas Sesamöl im Wok und brate die Zwiebeln glasig an.

Drehe dann den Herd etwas herunter und gibt Knoblauch und Ingwer dazu. Nutze die Zeit, um deinen Tempeh in Würfel zu schneiden. Ich empfehle dir hier die Curry- oder Koriander-Variante der Tempehmanufaktur. Aber natürlich kannst du auch einen neutralen Tempeh oder eine andere Sorte deiner Wahl verwenden.
Gib den Tempeh zusammen mit den Linsen in den Wok und würze das Ganze mit Curry, Kurkuma, Chiliflocken, Koriander und Kreuzkümmel.

Wenn sich die Gewürze gleichmäßig verteilt haben, kannst du bereits mit Kokosmilch und Gemüsebrühe aufgießen. Lasse alles nun für ca. 15 Minuten einkochen und gib dann den Pak Choi dazu. Vorher löst du die einzelnen Blätter des Kohls ab, entfernst den eventuell holzigen Teil des Strunks am unteren Ende und wäschst die Blätter im Anschluss gründlich. Solltest du einen großen Pak Choi erwischt haben, empfehle ich dir, die Blätter in essbare Stücke zu rupfen.

Lasse den Kohl ca. 5 Minuten mitgaren und rühre dann einen EL Erdnussmus und Bockshornkleeblätter (wenn zur Hand) ein. Schmecke deine Soße final ab und hebe die Reisnudeln unter.


Serviere dein Curry mit fein geschnittenem Rotkohl und etwas Sesam als Topping.

So gesund ist das Rezept für Reisnudel Curry
Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch bilden eine stabile Bank in Sachen antibakterieller, entzündungshemmender, antioxidativer und antibiotischer Superpower. Insbesondere ihre ätherischen Öle, Sulfide, Flavonoide und Gingerole spielen hier eine große Rolle.
Tempeh und Linsen sind die Eiweiß-Lieferanten im Reisnudel Curry. Ihr pflanzliches Protein kann dein Körper richtig gut verwerten. Außerdem kann das Duo deine Darmflora stärken, die Fettverbrennung ankurbeln und dein Nervensystem unterstützen. Tempeh enthält übrigens erstaunlich hohe Mengen an B12, was nicht nur für die Veganer unter uns interessant ist.
Rotkohl und Pak Choi stärken deine Abwehrkräfte und fördern starke Knorpel, Gelenke und Bindegewebe. Das liegt vor allem am unwahrscheinlich hohen Gehalt an Vitamin C – das dann ganz nebenbei auch noch die Hormonbildung anregt und die Eisenaufnahme in deinem Körper optimiert. Außerdem sind Rotkohl und Pak Choi ziemliche Big Player auf dem antioxidativen Spielfeld. Das bedeutet, sie greifen deinem Körper in Sachen Zellschutz unter die Arme und kümmern sich um außer Rand und Band geratene freie Radikale.
Erdnussmus und Kokosmilch statten dich dann mit wichtigen Fettsäuren und sämtlichen Vitaminen aus dem Vitamin B – Komplex aus.
Reisnudel Curry Bowl als gesundes Fast Food
Kochutensilien
- Wok
Zutaten
- 1 Stk Zwiebel
- 2 cm Ingwer
- 1 Zehe Knoblauch
- 100 g rote Linsen
- 2 EL Curry
- 1 EL Kurkuma
- 1 TL Chiliflocken
- 1 TL Korianderpulver
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1 Dose Kokosmilch
- 200 ml Gemüsebrühe
- 1 Stk Pak Choi (klein)
- 1 EL Bockshornkleeblätter (wenn zur Hand)
- 180 g Reisnudeln
Topping
- 1 Scheibe Rotkohl
- Sesam
Anleitungen
- Reisnudeln nach Packungsanweisung garen.
- Zwiebeln in Ringe schneiden, Knoblauch und Ingwer fein hacken (oder durch die Knoblauchpresse jagen).
- Öl im Wok erhitzen und Zwiebeln darin glasig anschwitzen. Herd herunter drehen und Knoblauch und Ingwer zugeben. Ca. 5 Minuten mit braten.
- Tempeh würfeln und zusammen mit den Linsen in den Wok geben. Ebenfalls ca. 5 Minuten anbraten. Alle Gewürze (bis auf optionale Bockshornkleeblätter) untermischen und gleichmäßig verteilen.
- Kokosmilch und Gemüsebrühe aufgießen. Flüssigkeit ca. 15 Minuten einkochen lassen.
- In der Zwischenzeit die Blätter des Pak Choi auslösen, gründlich reinigen und ggf. etwas vom hölzernen Strunk entfernen. Bei großen Blättern, in mundgerechte Stücke zupfen. Pakchoi 5 Minuten mitgaren.
- Erdnussmus und Bockshornkleeblätter (wenn zur Hand) unterrühren und die Soße abschmecken.
- Reisnudeln untermischen, mit in feine Streifen geschnittenem Rotkohl und Sesam bestreut servieren.
Las dir das Reisnudel Curry schmecken und bleib gesund, deine








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