Kein Genuss ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Chicken Thai Curry: Meine persönlich Zeitkapsel
Es war einmal ein fantastisches kleines, thailändisches Restaurant in einer verwinkelten Gasse der Altstadt unserer Heimat. In diesem Etablissement gab es das weltbeste Thai-Curry. Puristisch. Aber mit so viel Bums, dass der ungeübte Gaumen es als zu scharf betiteln könnte. Mit diesem Teller verbinde ich viele Erinnerungen. Vor allen Dingen an meinen heutigen Mann. Manchmal, wenn wir so in Erinnerungen schwelgen, kommt dann dieses Chicken Thai Curry auf den Tisch. Ja – es ist vermutlich Welten von dem entfernt, was wir damals gegessen haben. Aber es schmeckt mindestens genauso fantastisch. Und das Chili können wir dabei Gott sei Dank selbst dosieren.
Braucht das Curry unbedingt Chicken?
Edit: Zwischenzeitlich koche ich eigentlich zu 99% pflanzenbasiert. Das war so nie geplant, hat sich aber so ergeben. Und da es mir gesundheitlich so unfassbar viel besser geht, ich auch keine tierischen Produkte vermisse, bleiben wir dabei. Mein Mann ist nämlich zwischenzeitlich auch vegan unterwegs. Auch, wenn ich uns ungern diesen Stempel aufdrücken möchte… Da dieses Chicken Thai Curry auch wirklich gut mit Tempeh oder weizenfreiem Seitan funktioniert, kommt es mittlerweile abgewandelt, aber immer noch regelmäßig auf den Tisch.
Die Zubereitung
Während du den Reis nach Packungsanweisung garst, kannst du bereits die Hähnchenbrust* in mundgerechte Stücke schneiden und in etwas Sesamöl von allen Seiten anbraten. Aber lass die Stücke nicht zu kross werde! Nimm sie aus dem Wok, bevor sie anfangen braun zu werden und stelle sie auf Seite. Während das Geflügel vor sich hin brutzelt, kannst du bereits das Gemüse vorbereiten. Dazu halbierst du die Zwiebel und schneidest sie dann in Scheiben. Die Paprika wird in Würfel geschnitten und Ingwer und Knoblauch fein gehackt. Die Zuckerschote kannst du ganz lassen oder (so mag ich es in diesem Gericht lieber) in grobe Stücke schneiden.
Zwiebeln und Ingwer werden in dem verbliebenen Öl gegart, wenn du das Hähnchen* herausgenommen hast. Wenn die Zwiebeln glasig werden, Herd etwas herunter drehen und Paprika und Zuckerschoten zugeben. Nach ca. 5 Minuten den Knoblauch unterheben und kurz mit braten. Dann die Chiliflocken unterrühren. Achte hier auf jeden Fall auf deinen persönlichen Geschmack! Wir mögen es scharf – taste dich lieber erst mal mit der Hälfte der Flocken an deine gewünschte Schärfe heran.
Gib dein Hähnchen* wieder dazu. Alles noch mal ein paar Minuten durchgaren und dann mit ¾ der Sojasoße und der Oystersoße** ablöschen. ¾ der Gemüsebrühe zugeben, 1 TL Reissirup (oder andere Süße) einrühren und alles weitere 10 Minuten einkochen lassen. Jetzt noch einmal abschmecken und zum Schluss die Cashewnüsse zugeben.
Das Chicken Thai Curry mit Reis servieren.

*Edit: Wenn du die vegane Variante kochst, gehst du genauso vor, nur dass du zu erst deine pflanzliche Chicken-Alternative anbrätst.
**Edit: Als vegane Alternative zur Oystersoße empfehle ich dir die No-Fish Soße von Arche.
So gesund ist das Chicken Thai Curry Rezept
Die Hähnchenbrust enthält kaum Kohlenhydrate, dafür viel Vitamin B3, das unter anderem am Fettstoffwechsel beteiligt ist. Außerdem findet sich in der Hähnchenbrust auch viel Phosphor für starke Zähne und Knochen. Ebenfalls wichtig zu wissen: Im Eiweiß der Hähnchenbrust stecken super viele essenzielle Aminosäuren in hoher Konzentration. Das bedeutet, dass die biologische Wertigkeit der Hähnchenbrust hoch ist. Allerdings bringt das Geflügel auch nicht wenig Arachidonsäure mit sich (was insbesondere entzündliche Erkrankungen befeuert), weswegen Hähnchen – bzw. generell Fleisch – nur selten auf meinen Tisch kommt. Das Gemüse im Thai-Curry liefert dir in jedem Fall eine Menge Kalium, viele Ballaststoffe und eine Menge Vitamin C – insbesondere für den Kollagenaufbau und Schutz vor freien Radikalen und wirkt antioxidativ.
Einfaches Chicken Thai Curry mit Bums
Kochutensilien
- Wok
Zutaten
Thai Curry:
- 2 Stk Hähnchenbrustfilets (Bioqualität, alternativ Tempeh / Seitan)
- 1 EL Sesamöl
- 1 Stk Zwiebel
- 2 cm Ingwer
- 1 Stk Paprika
- 1 Handvoll Zuckerschoten
- 1 Zehe Knoblauch
- 1/2 TL Chiliflocken
- 75 ml Sojasoße (taste dich mit 3/4 heran und gebe den Rest dazu, wenn du mehr Intensität möchtest)
- 1 EL Oystersoße (alternativ: vegane No-Fish Soße)
- 100 ml Gemüsebrühe
- 1 TL Reissirup
- 1 Handvoll Cashewkerne
Dazu passt:
- 2 Portionen Reis
Anleitungen
- Reis nach Packungsanweisung garen
- Hähnchenbrust* in Stücke scheiden und in Sesamöl von allen Seiten anbraten – aber nicht kross braun werden lassen. Herausnehmen und auf Seite stellen.
- In der Zwischenzeit Zwiebel in Scheiben und Paprika in mundgerechte Stücke schneiden. Ingwer und Knoblauch sehr fein hacken, Zuckerschoten in grobe Stücke schneiden.
- Zwiebeln und Ingwer im verbliebenen Öl im Wok anbraten. Wenn wie Zwiebeln glasig werden, Herd etwas herunter drehen und Paprika und Zuckerschoten zugeben und mitgaren. Nach ca. 5 Minuten Knoblauch dazugeben, kurz mit anbraten und Chiliflocken unterrühren.
- Hähnchenbrust* wieder dazu geben. Alles mit 3/4 der Sojasoße und der Oystersoße** ablöschen und 3/4 der Gemüsebrühe zugeben. 1 TL Reissirup (oder andere Süße) einrühren und alles ca. 10 Minuten einkochen lassen.
- Die Cashewkerne zum Schluss dazugeben und mit Reis servieren.
Notizen
Lass dir das (vegane?) Chicken Thai Curry schmecken – und bleib gesund, deine








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