
Warum Brokkoli nicht immer gekocht werden muss
Vielleicht wunderst du dich. Schmeckt Brokkoli tatsächlich roh in der Pastasoße? Ja. Du hörst an dieser Stelle ein lautes und überzeugtes „Ja“ aus meiner Richtung. Zum einen würde ich dir das Rezept sonst nicht vorschlagen. Zum anderen möchte ich gerne zeigen, wie unfassbar vielfältig Brokkoli eigentlich ist. Ich selbst kannte den Kohl lange Zeit eigentlich nur gedämpft bzw. gekocht als Gemüsebeilage oder mit seinen grünen Röschen als Farbtupfer in der Sahnesoße. Oder auf der Pizza. Lass dir gesagt sein; Damit entgeht dir so einiges!
Brokkoli zubereiten – meine liebsten Varianten
- Brokkoli dampfgaren: Wenn du Brokkoli in Dampf garst, bleiben die tollen Nährstoffe erhalten. Anders als beim Kochen, gehen Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe nicht in das Wasser über. Außerdem behält der Brokkoli seine grüne Farbe. Die grünen Röschen sind in maximal 5 Minuten gar.
- Brokkoli blanchieren: Noch schneller wird der Brokkoli gar, wenn du ihn blanchierst. Dazu teilst du den Kohlkopf auch wieder in seine Röschen auf und gibst diese für maximal 2 Minuten in kochendes Salzwasser. Schrecke den Kohl dann sofort mit Eiswasser ab. So verhinderst du, dass der Brokkoli weiter gart. Der Brokkoli ist so verarbeitet leichter verdaulich. Einige Menschen können rohen Kohl nämlich nicht so leicht verdauen wie andere.
- Brokkoli rösten: Um den Brokkoli im Ofen zu garen, mischst du die Röschen mit etwas Öl, Salz und Pfeffer und gibst sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Nach ca. 30 Minuten bei 220°C ist der Brokkoli perfekt und kann nun von dir beliebig weiter verarbeitet werden. Durch die Röstaromen bekommt der Kohl eine spannende, neue Nuance.
- Brokkoli als Rohkost: Tatsächlich mag ich Brokkoli auch in seiner rohen Form ziemlich gerne. Wenn du den Brokkoli fast erntefrisch kaufen kannst, kommst du so in den Genuss der vollen Nährstoff-Power aus dem grünen Kohl. Ich betone den Umstand „erntefrisch“ deswegen so konkret, weil sich Vitamine und Co. abbauen, je länger das Gemüse schon im Laden liegt. Achte deswegen in jedem Fall darauf, dass der Strunk noch schön grün und frisch aussieht.
Kann man Brokkoli roh essen?
Das war die erste Frage meines Mannes, als ich ihm die Pasta mit rohem Brokkoli in der Soße auftischte. Er hatte tatsächlich im Hinterkopf, dass roher Brokkoli giftig sei. Das stimmt aber absolut nicht. Wie oben erwähnt kann es lediglich sein, dass du mit rohem Kohl generell ein paar Schwierigkeiten hast. In diesem Fall empfehle ich dir, Kohl (im allgemeinen – aber auch für dieses Rezept) vor der Verarbeitung kurz zu blanchieren. Das macht die Sache wesentlich verdaulicher.
Die Zubereitung
Auch in diesem Rezept geht es als erstes ans Schnibbeln: Schneide eine halbe Zwiebel in Streifen und trenne den Brokkoli in kleine Röschen auf. Setze dann das Nudelwasser auf. Wenn du einen empfindlichen Magen hast, kannst du Brokkoli und Zwiebeln erst noch im Nudelwasser blanchieren, bevor du daraus die Pastasoße zubereitest. Schöpfe das Gemüse in diesem Fall nach maximal 2 Minuten ab und gib es in Eiswasser. So gart nichts mehr nach. Wenn du Brokkoli und Zwiebeln roh verarbeiten willst, kannst du diesen Schritt überspringen und die Nudeln direkt ins kochende Salzwasser geben.
Für die Soße verarbeitest du Brokkoli und Zwiebeln (blanchiert oder roh) im Foodprozessor zu einer feinen Konsistenz.

Gib dann 1 EL Hefeflocken und 1,5 EL Cashewmus dazu. Und püriere alles zu einer homogenen Masse.

Für eine flüssigere Konsistenz kannst du nach Bedarf etwas Nudelwasser zugeben. Schmecke deine Soße dann final mit Salz und Pfeffer ab.

Gib die Brokkoli Soße über die Pasta und mische alles gründlich durch, bis sich die Soße gleichmäßig verteilt hat.

Das kann die Pasta mit roher Brokkoli Soße
Eigentlich gibt es in diesem Gericht nur 2 Hauptakteure: Brokkoli und Zwiebel.
Der Brokkoli strotzt nur so voller Vitamine und Mineralstoffe! Der grüne Kohl kann so deine Knorpel und Bindegewebe stärken, indem er den Kollagenaufbau ankurbelt. Außerdem befeuert er deine Hormonbildung und die Wundheilung und kann dein Immunsystem so richtig auf Touren bringen. Nicht zu verachten sind auch seine wertvollen B-Vitamine. Insbesondere Folsäure ist in beachtlichen Mengen vorhanden. Folsäure ist dabei nicht nur in der Schwangerschaft für die Entwicklung des Embryos von Bedeutung! Das Vitamin B9 ist darüber hinaus unter anderem auch am Eiweißstoffwechsel und der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt.
Während er deine Knochen, Muskeln und Nerven stärkt, ist Brokkoli nebenbei dann auch noch dank wertvoller sekundärer Pflanzenstoffe ein starkes Antioxidans. Das bedeutet, er kann deinem Körper bei oxidativem Stress gegen freie Radikale helfen. Zellschutz ist seine Spezialität. Außerdem können seine Flavonoide entzündungshemmend wirken und so positiven Einfluss auf entzündliche Prozesse im Körper nehmen.
Die Zwiebel reist zusätzlich mit reichlich antibakterieller Superpower an. Die schwefelhaltigen Substanzen und die Flavonoide können zum Beispiel die Sauerstoffversorgung optimieren, indem sie sich um deine Blutgefäße und die Blutkörperchen kümmern. Außerdem können sie positiven Einfluss auf deine Blutzucker- und Cholesterinwerte nehmen.
Cremige Raw-Brokkoli Pasta
Kochutensilien
- Foodprozessor
Zutaten
- 125 g Dinkelnudeln, trocken
- 500 g Brokkoli
- 1/2 Stk Zwiebel
- 1 EL Hefeflocken
- 1,5 EL Cashewmus
- Salz und Pfeffer
Anleitungen
- Schneide die Zwiebel in Streifen und teile den Brokkoli in Röschen.
- Gare die Nudeln nach Packungsanweisung.
- Gib Brokkoli und Zwiebeln in den Foodprozessor und verarbeite sie zu einer feinen Konsistenz*.Gib dann 1 EL Hefeflocken und 1,5 EL Cashewmus dazu und püriere alles zu einer homogenen Masse. Für die richtige Konsistenz kannst du bei Bedarf etwas Nudelwasser zugeben.Schmecke deine Soße final mit Salz und Pfeffer ab.
- Gib die Brokkoli Soße über die Pasta und mische alles gründlich durch, bis sich die Soße gleichmäßig verteilt hat.
Notizen
Lass dir die Brokkoli Pasta mit rohem Brokkoli schmecken und bleib gesund, deine








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