Frühstück: Die schönste aller Mahlzeiten. Man ist ausgeruht und jung, hat sich noch nicht geärgert und ist voll neuer Hoffnungen und Pläne.
(Heinrich Spoerl)
Der Frühstücksburrito und sein Suchtpotenzial
Der Frühstücksburrito hat in meinem Mann als Suchtmensch aktuell ziemlich gut im Griff. In mehr oder weniger regemäßigen Zyklen durchläuft dieser Mensch nämlich Phasen unterschiedlicher Lieblingsprodukte. Die dann fast ausschließlich auf seinem Teller landen. Unvergessen sind die Fleischwurst-Phase, die Granini-Fruchtbonbon-Epoche, das Fleischsalat-Intermezzo oder die Milchschnitten-Ära. Aktuell befinden wir uns in einer neuen Dimension: Der Frühstücks-Burrito-Periode.
Da ich ja nun leider kein Weizenmehl vertrage, kam ich in der Vergangenheit nie in den Genuss seiner Kreationen. Allerdings kam er irgendwann mit dem Vorschlag um die Ecke, den Fladen einfach selbst herzustellen – und da war ich dann natürlich dabei. Also standen wir beide wochenends schon früh morgens in der Küche und haben uns an Burrito-Teig versucht. Ok. Der erste Versuch mit Maismehl scheiterte kläglich. Zu wenig Klebeeiweiß vermute ich. Aber mit Dinkelmehl sah der Frühstücksburrito dann direkt ganz anders aus:

Die Zubereitung
Für die Fladen vermischst du Dinkelmehl mit Backpulver und gibst dann Öl und Wasser dazu. Verrühre erst alles mit dem Handmixer (Knethaken) bevor du den Teig dann mit den Händen zu einer schönen, homogenen Masse verarbeitest. Wenn der Teig zu sehr klebt, lasse kaltes Wasser über deine Hände laufen. Oder gib noch etwas Mehl dazu.
Ganz wichtig: Lass den Teig mindestens 15 Minuten im Kühlschrank ruhen, bevor du ihn zu Fladen verarbeitest.
Tip: Während der Teig also schön durchkühlt, kannst du bereits die anderen Zutaten bereitstellen und den Ofen auf 150° C vorheizen. Das machst du, damit du später nicht in Stress gerätst. Die Fladen werden schnell hart, wenn sie zu kalt werden. Und da du vermutlich keine Profiküche mit 24 Kochstellen hast, sondern wie ich mit einer begrenzten Anzahl von Kochplatten arbeitest, kannst du die Fladen nur nach und nach herstellen. Damit der Teig schön weich bleibt, parkst du sie einfach im Ofen.
Nach 15 Minuten kannst du den Teig aus dem Kühlschrank holen und mit nassen Händen in 3-4 Portionen teilen. Bestäube deine Arbeitsplatte mit etwas Mehl und erhitze einen TL Öl in einer beschichteten Pfanne. Rolle nun die erste Teigportion kreisrund aus. Am besten nutzt du dazu ein Nudelholz. Achte darauf, den Teig nicht zu dünn auszurollen, damit er nicht zu kross wird. Wir wollen ihn ja rollen. In der Pfanne braucht der Teig nur 1-2 Minuten von jeder Seite.

Wiederhole den Vorgang, bis du deinen Teig aufgebraucht hast und „parke“ die fertigen Fladen im warmen Ofen. Bevor du die gleiche Pfanne auch nutzt um dein Omelett zu backen, solltest du deine restlichen Zutaten vorbereiten. Das heißt; Verquirle die Eier und würze sie nach deinem Geschmack (ich nutze immer grobes Salz, schwarzen Sesam, Chiliflocken und Pfeffer. Mein Mann mag es lieber klassisch mit Salz, Pfeffer und Paprika). Außerdem kannst du die Avocado vorbereiten und das Fruchtfleisch, aus der Schale gelöst und vom Kern befreit, in Scheiben schneiden.
Nun geht´s ans Eingemachte:
Drehe den Herd ein wenig herunter und backe einen Teil des gequirlten Ei zum Omelett aus und streue einen EL Käse darüber. In der Zwischenzeit kannst du den ersten Fladen mit Ziegenfrischkäse bestreichen. Sobald das Omelett fast durch ist, legst du den Fladen mit Käseseite auf das Ei und wartest kurz. Wende den Burrito (ich nutze dafür einen großen Teller, den ich auf den Fladen lege, festhalte und die Pfanne drehe. Dann lasse ich den Burrito wieder in die Pfanne gleiten).
Belege das Ei nun mit ca. einem Viertel der Avocado und lass den Fladen aus der Pfanne auf einen großen Teller gleiten. Nun heißt es nur noch einrollen und halbieren.
Während du den Vorgang auch mit den anderen Fladen widerholst, kannst du die fertigen Burritos auch im Ofen warm halten.

So gesund ist das Frühstücksburrito Rezept
In erster Linie schmeckt der Burrito einfach mal umwerfend. Und er hält lange satt. Das liegt unter anderem an den hochwertigen Ballaststoffen die auch dafür sorgen, dass eine Heißhungerattacke ausbleibt. Die Avocado ist super für dein Herz-Kreislauf-System und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Außerdem ist die grüne Steinfrucht gut für deine Nerven und Muskeln und wirkt dank ihres hohen Anteils an Vitamin E auch antioxidativ. Ei und Ziegenfrischkäse enthalten neben super viel Eiweiß allerdings auch eine ordentliche Menge Arachidonsäure. Da diese sich extrem entzündungsfördernd auswirken kann, solltest du deinen Körper entweder mit ausreichend Gegenspielern (in Form von Antioxidantien und Omega 3) ausstatten oder auf eine alternative Füllung umschwenken. Mein Körper kommt mit einem gelegentlichen Ei super zurecht, da ich ihm durch meine Ernährung ausreichend Rüstzeug an die Hand gebe. Solltest du allerdings mit entzündlichen Grunderkrankungen zu tun haben, achte bitte genau darauf, wie dein Körper auf die Arachidonsäure reagiert.
Frühstücksburrito mit Avocado und Ziegenkäse
Zutaten
Für 3-4 Fladen
- 100 g Dinkelmehl
- 0,5 EL Öl
- 50 ml Wasser
- 1/4 Pck. Backpulver
Füllung je Burrito
- 1 EL Ziegenfrischkäse
- 1 Stück Ei
- 1/4 Stk. Avocado
- 1 EL geriebener Käse
- Gewürze nach Wahl (für das Omelett)
Anleitungen
- Für die Fladen Dinkelmehl und Backpulver mit Öl und Wasser vermischen und mit den Händen zu einem homogenen Teig kneten. Dann für 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.Teig in 3-4 Portionen teilen und mit Hilfe eines Nudelholzes je einen Fladen ausrollen. In der Pfanne von beiden Seiten ein paar Minuten ausbacken.
- Verquirle das Ei und würze es nach deinem Geschmack und bestreue das Ei mit geriebenem Käse. Bestreiche währenddessen den Burrito mit Ziegenfrischkäse und lege den Fladen mit der Ziegenkäseseite auf das Omelett.
- Wende den Burrito und belege die Eiseite (Füllung) mit Avocado. Burrito einrollen und genießen.
Notizen
Lass dich nicht abschrecken – probiere das Rezept aus und bleib gesund, deine








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