Wer den Brei gekocht hat, der esse ihn auch.
(Deutsches Sprichwort)
Grießbrei: Liebe in 9 Buchstaben
Die Sache mit dem Grießbrei ist ja so: Entweder du liebst ihn oder du suchst das Weite. Meinen Mann kannst du damit wirklich jagen – und ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum das so ist. Ich liebe die warme, weiche Konsistenz von Grießbrei! Die leichte Süße und dieses wohlige Gefühl, das sich ab dem ersten, dampfenden Löffel in mir brei(t) macht. Es fühlt sich an, wie Omas Umarmung und Opas schelmiges Augenzwinkern in Einem. Wie Geborgenheit und das fast schon vergessene Gefühl von herrlicher Sorglosigkeit der Kindheit.
Liebe. Grießbrei lässt Liebe durch meinen ganzen Körper fluten und hinterlässt von den Zehen- bis zu den Haarspitzen dieses wunderbare warme Gefühl von Zuversicht und Güte. Es mag pathetisch klingen: Aber warmer Grießbrei rührt meine Seele an. Und gerade in diesen Zeiten kann doch jeder von uns ein Stück Nestwärme ganz gut gebrauchen, oder nicht?
Die Zubereitung
Ich nutze für Grießbrei immer Dinkelgrieß. Die Verarbeitung unterscheidet sich dabei nicht von der Weizengrieß-Variante. Allerdings vertrage ich Dinkel ja wunderbar, während Weizen das Rheumatier in mir triggert und unschöne entzündliche Prozesse in meinem Körper befeuert. Wenn du also keine Sensitivität oder Unverträglichkeit hast wie ich, kannst du gerne zu herkömmlichen Weizengrieß greifen!
Den Grieß rührst du dazu in pflanzliche Milch ein. Ich nutze meistens Hafermilch. In diesem Rezept empfehle ich dir aber, dich mal an Haselnussmilch auszuprobieren. Die Kombination ist fantastisch! Während du die Grieß-Milch zum Kochen bringst, gibst du noch einen halben TL gemahlene Vanille (alternativ kannst du auch das Mark einer halben Vanilleschote verwenden), frisch gemahlenen Kardamom und Zimt. Rühre zwischendurch immer wieder um.
Nach dem Aufkochen stellst du den Grießbrei auf Seite und lässt ihn ca. 5 Minuten quellen. Nutze die Zeit, um eine Banane mit der Gabel zu zerdrücken. Hebe die Banane vorsichtig unter den Grießbrei. Erst ganz zum Schluss rührst du den Manuka-Honig ein. Der Honig ist nämlich recht hitzeempfindlich und verliert viele seiner positiven Eigenschaften, wenn der Brei noch zu heiß ist.
Röste nun noch ein paar Pekannüsse fettfrei in einer beschichteten Pfanne an. Fülle den Brei in eine Schüssel und gib einen TL Mandelmus darauf. Außerdem die Pekannüsse, Rosinen und Hanfsamen.

So gesund ist das vegane Grießbrei Rezept
Dinkelgrieß enthält grundsätzlich schon mal mehr B-Vitamine für deine Nerven und deinen Stoffwechsel als Weizengrieß. Auch zellschützendes Vitamin E und hochwertiges pflanzliches Protein sind in beachtlichen Mengen vorhanden. Ganz besonders macht Dinkelgrieß für mich allerdings, dass er alle 8 essenziellen Aminosäuren enthält. Und davon auch noch nicht wenig. Damit liefert Dinkelgrieß dir ein ordentliches Plus an Baumaterial für deine Muskeln und ist zudem auch an der Bildung des „Glückshormons“ Serotonin beteiligt. Da habe ich dann auch direkt die wissenschaftliche Begründung für die stimmungsaufhellende Wirkung von Dinkelgrieß auf mein Gemüt.
Vanille unterstützt die Serotoninbildung zusätzlich, während Zimt mit seinen ätherischen Ölen und Mineralstoffen (wenn auch mengenmäßig bedingt nur in geringem Umfang) antibakteriell zum Einsatz kommt und einen positiven Effekt auf deine Cholesterinkonzentration im Blut hat. Achte bei deinem nächsten Einkauf übrigens darauf, Ceylon-Zimt zu kaufen. Dieser enthält weniger vom Aromastoff „Cumarin“, der unter bestimmten Voraussetzungen und in großen Mengen gesundheitsschädlich sein kann.
Die Sache mit dem Manuka-Honig
Der Manuka-Honig hat grundsätzlich erst mal die gleiche Zusammensetzung und Wirkung wie unser herkömmlicher Honig: Er besteht zu ca. 80% aus Zucker und sollte daher auch als Süßungsmittel nur in geringen Mengen verzehrt werden. Honig hat, ganz allgemein gesprochen, darüber hinaus aber viele positive Eigenschaften und kann zellschützend und entzündungshemmend wirken. Zusätzlich kann Honig einen positiven Effekt auf deine Blutfettwerte (Verteilung der HDL- und LDL Konzentration) haben. Der spezielle Manuka-Honig stammt aus Neuseeland. Durch die isolierte Lage der Manuka-Pflanze bringt er eine besondere Konzentration gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe mit sich. Insbesondere die enthaltene Menge von MGO (Methylgyocal) ist um ein vielfaches erhöht (was den Honig auch etwas hitzebeständiger macht). Da der Original Manuka-Honig in der Herstellung begrenzt und daher nicht günstig ist, gibt es viele Fälschungen auf dem Markt. Achte beim Kauf also auf das Prüfsiegel der UMFHA (Unique Manuka Factor Honey Association).
Kardamom-Dinkelgrießbrei mit Manuka-Honig
Kochutensilien
- Topf
Zutaten
- 30 g Dinkelgrieß
- 250 ml pflanzliche Milch (Tip: Haselnussmilch)
- 1/2 TL Kardamom (frisch gemahlen)
- 1/2 TL Ceylon-Zimt
- 1/2 TL Vanillepulver (alternativ: 1/2 Vanilleschote)
- 1 Stk. Banane
- 1 TL Manuka-Honig
Topping:
- 1 TL Mandelmus
- 2-3 Stk Pekannüsse
- 1 TL Rosinen
- 1 TL Hanfsamen
Anleitungen
- Dinkelgrieß in pflanzliche Milch einrühren und mit Vanille, Zimt und Kardamom zum Kochen bringen. Nach dem Aufkochen zum Quellen auf Seite stellen.
- Eine Banane mit der Gabel zerdrücken und unterheben.
- Pekannüsse in einer Pfanne fettfrei anrösten.
- Kurz vor dem Anrichten den Honig unter den Grießbrei rühren und den Brei in eine Schüssel geben.
- Mit Mandelmus, Pekannüssen, Rosinen und Hanfsamen servieren.
Lass dir den Grießbrei schmecken und bleib gesund, deine








Schreibe einen Kommentar