Eine kleine Warenkunde: Chinakohl
Insbesondere die Senföle machen den Chinakohl so besonders. Die fantastischen Stoffe stärken dein Immunsystem und deine Abwehrkraft und sind echte Allroundtalente! Senföle (und ihre Glykoside) wirken kurzgesagt wie ein natürliches Antibiotikum. Sie sind antibakteriell, antiviral und wirken gegen Pilze. Außerdem (und jetzt wird’s spannend für die Rheumakteure) können Senföle entzündungshemmen wirken und dadurch gerade bei rheumatischen Erkrankungen schmerzlindernd wirken.
Die Vitamine im Chinakohl setzen sich insbesondere aus Vitamin C, E und B-Vitaminen zusammen. Der Vitamin C Gehalt im Chinakohl ist dabei nicht ganz so hoch wie bei anderen Kohlsorten – aber immer noch beachtlich. Dadurch tut der Chinakohl einiges für dein Immunsystem, optimiert aber auch deine Eisenresorption und den Kollagenaufbau (was für starke Knorpel, Gelenke und Bindegewebe essenziell ist). Die B-Vitamine kurbeln deinen Stoffwechsel an und tragen zur Funktionsfähigkeit von Nerven und Blut bei, während Vitamin E sich um als antioxidativer Zellschutz um deine freien Radikalen kümmert.
Der Mineralstoffmix aus Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Calcium optimiert deinen Flüssigkeitshaushalt und entlastet so dein Herz und stärkt Nerven, Muskeln, Knochen und Zähne. Außerdem wird deine Blutbildung angeregt.
Die Ballaststoffe im Chinakohl optimieren deine Darmflora und können dazu beitragen, deinen Cholesterinspiegel zu senken. Sie unterstützen deinen Körper bei der Entgiftung (durch das Binden potenziell toxischer Stoffe) und regen deine Verdauung an.
Antinährstoffe im Chinakohl?
Auch Chinakohl zählt zu den nitrathaltigen Gemüsen. Da sich Nitrat in potenziell schädliches Nitrit umwandeln kann, solltest du gegarten Chinakohl nicht allzu lange stehen lassen und dann noch einmal aufwärmen. Die entstehenden Nitrosamine können dazu beitragen, dass die roten Blutkörperchen nicht mehr in der Lage sind, den Sauerstofftransport zu gewährleisten. Dein Körper hat hierfür einen internen Schutzmechanismus, der bei moderaten Mengen einwandfrei funktioniert. Lediglich Babys bis 6 Monate sollten keine aufgewärmten, Nitrat haltigen Speisen zu sich nehmen (zu diesen zählen übrigens auch Spinat, Mangold, Rucola oder Rote Bete). Übrigens: Vitamin C hemmt die Nitrosamin Bildung!


