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Histamin

Doch Forschung strebt und ringt, ermüdend nie,
nach dem Gesetz, dem Grund, Warum und Wie.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Welche Rolle spielt Histamin in der Ernährung bei Rheuma?

Wenn man sich, wie ich, aufmacht um die eigene chronisch-entzündliche Erkrankung besser zu verstehen, stolpert man über die verschiedensten Ansätze. So gibt es gibt einige erfolgsversprechende Forschungsansätze, die (jetzt mal stark vereinfacht gesprochen) Histamin eine tragende Rolle bei Entzündungsreaktionen im rheumatischen Formenkreis zusprechen.

Ich persönlich bemerke keine Veränderungen im Zusammenhang mit Histamin in meiner Ernährung. Vielleicht könnte hier aber der Schlüssel für dich liegen. Daher habe ich dir nachfolgend ein paar Informationen dazu zusammengestellt:

Was ist eine Histamin-Intoleranz?

Grundsätzlich ist Histamin ein Abbauprodukt von Aminosäuren und als solches an vielen Körperfunktionen beteiligt – unter anderem bei der Immunabwehr. Hinzu kommt die Aufnahme über histaminhaltige Lebensmittel und Histaminliberatoren (letztere haben selbst kaum Histamin, setzen aber im Darm zusätzliches Histamin frei). Der Abbau von Histamin erfolgt über die Enzyme DAO (für über Lebensmittel aufgenommenes Histamin im Blutkreislauf) und Histamin-N-Methyl-Transferase (für körpereigenes Histamin in den Mastzellen). Dreh- und Angelpunkt einer Histaminintoleranz ist also das Verhältnis Histamin zu den Enzymgegenspielern in deinem Körper.

Eine Störung dieses Verhältnisses kann auf 2 Arten erfolgen:

  1. Dein Körper produziert zu wenig Enzyme und kann das Histamin nicht abbauen.
  2. Medikamente / Alkohol blockieren die Enzyme und behindern den Abbau.

Beide Fälle haben zur Folge, dass zu viel Histamin in deinem Körper zirkuliert.

Welche Rolle spielt Histamin bei Rheuma?

Bei rheumatischen Erkrankungen sitzen Mastzellen in den entzündeten Gelenken und produzieren dort fleißig Histamin. Das Histamin steht dabei im Verdacht, die Blutgefäße in den Gelenken durchlässig für Attacken des Immunsystems zu machen, wenn nicht genügend körpereigene Enzyme diesem Vorgehen schon in der Zelle entgegenwirken. In diesem Fall wird gerade an einem H4-Antihistaminika geforscht, das als eine Art Blocker das histaminbedingte Gelenkrheuma behandeln kann. Allerdings steht die Erforschung von Mastzellen und Histamin in Bezug auf rheumatische Erkrankungen noch am Anfang,

Diagnose einer Unverträglichkeit

Eine Histaminunverträglichkeit lässt sich nur schwer diagnostizieren und ist eigentlich eine klassische Ausschlussdiagnose. Du kannst aber in einem Tagebuch deine Ernährung und deine Symptome dokumentieren und so eventuell einen Zusammenhang herstellen. Eine weitere Alternative ist eine gezielte Ernährungsumstellung um zu testen, wie dein Körper auf histaminfreie Lebensmittel reagiert. Und wie, wenn du dann histaminreiche Kost zu dir nimmst (bei der Identifikation von Weizen als den Schwarzen Peter in meiner Ernährung bin ich genauso vorgegangen).

Lebensmittel und Histamin

Hier habe ich für dich grobe Übersicht über Lebensmittel mit hohem Histamin Gehalt und solchen, die eine Histamin Ausschüttung im Darm bewirken, erstellt. Außerdem findest du Lebensmittel, die die Histamin-abbauenden Enzyme blockieren. Bitte beachte, dass diese Liste nicht vollständig ist, sondern nur einen ersten Überblick verschaffen soll. Hast du den Verdacht einer Histamin Intoleranz, sprich bitte in jedem Fall umgehend mit dem Arzt deines Vertrauens.

Lebensmittel mit Histamin

  • Käse (je länger gereift, umso mehr Histamin)
  • Fisch
  • Fleisch (insb. geräuchtert)
  • Bohnen- und Hülsenfrüchte
  • Sojaprodukte
  • Bestimmte Gemüsesorten (insb. Sauerkraut und Tomaten)
  • Alkohol
  • Fertiggerichte
  • Bestimmtes Obst (insb. Bananen, Birnen, Kiwi, Orangen)
  • Alkohol
  • Schokolade / Kakao
  • Hefe
  • Schwarzer Tee

Histaminliberatoren

  • Zitrusfrüchte, Erdbeeren
  • Nüsse (insb. Walnüsse, Cashewnüsse)
  • Tomaten (-produkte)
  • Meeresfrüchte
  • Schokolade / Kakao

Blockierende Lebensmittel

  • Alkohol
  • schwarzer, grüner und Mate-Tee
  • Energy Drinks
  • Kakao

Weiterführende Links

Hier findest du weitere Infos:

netdoktor.de
mastzellaktivierung.info
Studie

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Auf meinem Blog stehen für dich fantastische Rezepte bereit, denen du gar nicht ansiehst, dass sie Bestandteil einer auf chronisch-entzündliche Grunderkrankungen wie Rheuma ausgelegte Ernährung sind. Hier dreht sich alles um die Lust am Kochen – und Essen! Ich verwende frische Zutaten, die mit ihren Nährstoffen entzündungshemmend wirken, mit vielen Antioxidantien ausgestattet sind und das Immunsystem stärken. Wenn dich interessiert, wie genau das funktioniert, habe ich für dich einen separaten Bereich eingerichtet, in dem du dich nach Herzenslust über Ernährung bei entzündlichen Erkrankungen informieren oder einzelne Begriffe nachlesen kannst. Grundsätzlich kannst du dich auch einfach nur von meinem stetig wachsenden Rezeptfundus inspirieren lassen oder mich in meinen Kitchen Stories bei neuen Kreationen und Projekten begleiten. Viel Spaß beim Stöbern!

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